Römische Kunst im Kleinformat

Römische Mikromosaike.

Winzige Elemente aus farbigem Glas werden zu Fell, Federn, Wasser, Stein und Himmel. Kempini verbindet die fachliche Einordnung historischer Arbeiten mit einem lebendigen Verständnis ihrer Herstellung.

Mikromosaik mit den Tauben des Plinius
Mosaico minuto

Malerei aus Glas.

Ein Mikromosaik besteht aus außergewöhnlich kleinen Glaselementen, den Tesserae. Sie werden unter anderem aus dünnen Stäben farbigen Glases geschnitten. Für farbiges Glas, das zu feinen Stäben oder Fäden gezogen wird, verwendet man den italienischen Begriff smalti filati. Einzeln in einen vorbereiteten Träger gesetzt, ermöglichen die Tesserae feinste Übergänge und Details.

Die Kunst entwickelte sich im späten 18. Jahrhundert in Rom. Eine wichtige Rolle spielte das Wissen der Vatikanischen Mosaikwerkstatt. Tragbare Bildtafeln und Schmuck mit Mikromosaiken wurden zu begehrten Erinnerungsstücken der Grand Tour; die anspruchsvollsten Arbeiten gingen weit über die Souvenirproduktion hinaus.

Nahansicht gläserner Tesserae, die Federn und Wasser in einem römischen Mikromosaik bilden
Der fachliche Blick

Feinheit ist nur der Anfang.

Sehr kleine Tesserae können auf technischen Anspruch hindeuten. Qualität zeigt sich jedoch ebenso in ihrer Form und Richtung, in subtilen Farbverläufen und darin, wie überzeugend Glas ein anderes Material wiedergibt.

  • Ausdrucksvoll gesetzte, dem Motiv folgende Tesserae statt mechanischer Füllung
  • Nuancierte Übergänge von Farbe und Licht
  • Schlüssige Komposition und überzeugende Details
  • Zum Objekt passende Träger, Fassung und historische Konstruktion
  • Ein Zustand, der die originale Oberfläche erkennen lässt
Ein antikes Mikromosaik erkennen
Namen und Werkstätten

Künstler und Werkstätten.

Die Geschichte des Mikromosaiks ist eng mit Rom und Künstlern verbunden, deren Werke anhand dokumentierter Objekte untersucht werden.

1753–1836

Giacomo Raffaelli

Eine prägende Figur der Mikromosaikkunst, bekannt für die „Tauben des Plinius“ und für die Übertragung von Leonardos „Letztem Abendmahl“ in ein monumentales Mosaik.

1787–1867

Michelangelo Barberi

Bekannt für aufwendig gestaltete Mikromosaik-Tischplatten, die auch von europäischen Fürstenhäusern erworben wurden.

Gegründet 1727

Vatikanische Mosaikwerkstatt

Ihre Kenntnisse in der Herstellung dauerhafter Mosaikkopien und in der Farbgebung von Glas bildeten einen wichtigen technischen Hintergrund für die Entwicklung des Mikromosaiks.

Öffentliche Sammlungen werden ausschließlich als wissenschaftliche Referenz angeführt. Dies bedeutet weder eine Verbindung oder Zusammenarbeit mit der jeweiligen Institution noch deren Empfehlung.

Ein erster, unverbindlicher Schritt

Sie haben ein geerbtes Stück?

Sie müssen Ihr Mikromosaik weder bestimmen noch datieren. Senden Sie einige Fotos und ungefähre Maße für eine persönliche, vertrauliche erste Prüfung.

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